Woher kommt das Chalet?

Die Geschichte vom Chalet

Wie wäre es mit etwas Historie über „unsere“ gerade in der kalten und verschneiten Jahreszeit als Ferienunterkunft so beliebten Chalets? Ein Begriff, der eigentlich aus der französischen Schweiz kommt, vom lateinischen Wort cala (= geschützter Ort) abstammt und ursprünglich nichts anderes als Sennhütte bedeutete.

Tönt – nebst Weitblick in die Berglandschaft – nach Schlichtheit, viel Holz, Balken die knarren, niedrigen Decken, wenigen kleinen Fenstern oder Luken aus denen der Rauch der Feuerstelle entwich, der das Holz zwar schwärzte, es aber auch härtete. Jahrhunderte lang lebte in solch schlichten, mit Dachschindeln gedeckten Behausungen die einheimische Bevölkerung über mehrere Generationen. blog_chalet

So etwa das als ältestes Holz-Wohnhaus in Europa geltende „Haus Bethlehem“. Es ist über 700 Jahre alt, steht in Schwyz (im gleichnamigen Kanton), wurde bis in die 1980er Jahre bewohnt und ist heute ein Museum, damit es der Nachwelt erhalten bleibt. Weitere adrette Zeugen historisch unverfälschter Holzhäuser vergangener Zeiten sind auch das „Alte Chalet“ im bernischen Wilderswil aus dem Jahre 1574, oder das zu den Kulturgütern zählende, 1756 fertiggestellte „Grande Maison“ in Rossinière im Kanton Waadt, das als eine der grössten bewohnten Holzkonstruktionen Europas gilt.

Auch das „Schweizer Häuschen“ im 1892 eröffneten Wildpark Anholter Schweiz, im Dreiländereck nahe der niederländischen Grenze, beweist die Begeisterung fürs alpine Wohnen. Dorthin liess nämlich Fürst Leopold zu Salm-Salm, der scheinbar den Vierwaldstättersee über alles liebte, in Erinnerung an seine Hochzeitsreise ein kleines zweistöckiges Schmuckstück in Teile zerlegt aus der Schweiz anliefern und am Ufer seiner groben See-Nachbildung wieder aufrichten. Überhaupt schien die Versetzung von Holzhäusern im Mittelalter gang und gäbe zu sein. Ein Haus zu zerlegen um es anderswo wieder aufzubauen war scheinbar auch billiger.

Ende des 19. Jahrhunderts, als der Tourismus in der Schweiz aufzublühen begann, wuchs das allgemeine Interesse am Chalet-Baustil als Alternative zum herkömmlichen Einfamilienhaus und als Ferienhaus-Typ. Weit über unsere Landesgrenzen hinaus. Auch heutzutage, wo es immer mehr Städter, die vom Häuschen im Grünen oder vom Refugium in den Bergen träumen, aufs Land zieht, stehen Chalets als Ferienwohnsitz hoch im Kurs. Ob Senn- oder Almhütte, Block- oder Holzhaus genannt, es gibt sie von urchig unverfälscht bis zeitgemäss behaglich ausgebaut, in heimelige kleine Pensionen verwandelte oder in Form luxuriös ausgebauter Residenzen im Chalet-Stil.

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Anita Baechli

About Anita Baechli

Wenn’s um meine ganz private Traumdestination geht, dann ist dies Bora Bora! Schon allein wegen dem Namen dieser paradiesischen Insel im Südpazifik für sun, fun and nothing to do! Werde wohl niemals dort ankommen, aber erfüllte Träume sind ja auch keine mehr! Als Reiseleiterin und Journalistin habe ich einige Länder bereist, von Holland bis Indonesien oder Australien. Wer ohne Vorurteile und mit viel Neugierde reist und sich auch Zeit für Musse einplant erlebt oftmals abenteuerliches und grenzwertiges, bringt aber immer unvergessliche Erinnerungen nach Hause. Nicht nur im übergewichtigen Reisekoffer sondern fürs Leben.

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