10 Traditionen die wir noch nicht über Polen gewusst haben

mans celebrating at krakowNationalfeiertage sind eine schöne Tradition, und jedes Land hat so ihre eigenen Bräuche die gefeiert werden.
Weil am 11. November Polen seinen Nationalfeiertag feiert, stellen wir 10 bekannte polnische Gepflogenheiten vor:

1. Am Ostersamstag wird ein Święconka, ein dekorativer und mit Esswaren gefüllter Korb, mit in die Kirche gebracht. Darin befinden sich Eier als Symbol von Geburt und Leben, ein Lamm aus Zucker als Symbol des gemarterten Christus, Brot, Salz, Wurst, Meerrettich und Kuchen.

2. Die Lebensmittel dürfen am Ostersonntag zum Frühstück verspeist werden. Allerdings nicht bevor ein Ei miteinander geteilt worden ist.

3. Am Ostermontag wird der Śmigus Dyngus (Nasser Montag) gefeiert: Durften in früheren Zeiten nur junge Männer an diesem Tag Wasser über die Mädchen schütten, dürfen heutzutage alle Landsleute diese Tradition feiern.

4. Am Oplatek, dem Heiligabend, wird eine spezielle Waffel mit den besten Wünschen zum Weihnachtsfest untereinander geteilt.

5. Keine traditionelle polnische Hochzeit ohne Spiele. In Polen beginnen diese bereits im Wohnzimmer der Braut, wo der Bräutigam seine Angebetete bei deren Eltern auslösen muss. Das geschieht meist mit Wodka, gefolgt vom Segen der Familie. Weiter geht’s auf der Fahrt zur Kirche, wo das Brautpaar Nachbarn und Fremde die ihnen die Strasse versperren mit Wodka „aus dem Weg räumt“. Brot, Salz und nochmals Wodka erhält das Paar zur Begrüssung auf der Hochzeitsfeier. Dabei werden die Gläser nach dem Austrinken über die Schultern geworfen. Möglichst viele Scherben verheissen entsprechend viele glückliche Ehejahre.

6. Es wird auch viel getanzt, und um Mitternacht folgt als Hochzeitsbrauch der obligate Oczepiny (Schleiertanz), wo der Bräutigam versuchen muss, seiner Braut, die zum Schutz von ihren Brautjungfern umkreist wird, den Schleier wegzunehmen. Ist der „Dieb“ erfolgreich, wird der Schleier, ähnlich wie bei uns der Brautstrauss, in die Jungfernschar geworfen.

7. Als Dicker Donnerstag bezeichnen die Polen den letzten Donnerstag des Karnevals. Dann werden Donuts mit Marmeladenfüllung vertilgt so viel der Magen aushält.

8. Am 11. November werden auch St. Martin Croissants verspeist, die nur für diesen speziellen Tag zubereitet werden. Das Original stammt ursprünglich aus der kulturreichen Stadt Poznań.

9. Andrzejki heisst die Nacht vor dem St. Andres Tag und auch der Name eines der bekanntesten Wahrsagerspiele: Eine Kerze zu warmem Wachs schmelzen. Dann hält die zukunftsinteressierte Person einen mit kaltem Wasser gefüllten Teller und einen Schlüssel mit möglichst grossem Loch darüber. Der oder die Wahrsager/in giesst daraufhin ständig Wachs durch das Loch in den Teller, wo sich aus dem Wachs eine feste Form bildet, deren Schatten verrät, was die Zukunft bringen wird.

10. Marzanna am ersten Frühlingstag? Es geht um eine Strohpuppe, die verbrannt und ertränkt wird. – Erinnert uns doch irgendwie an das Zürcher Sechseläuten mit der Böggverbrennung!

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Anita Baechli

About Anita Baechli

Wenn’s um meine ganz private Traumdestination geht, dann ist dies Bora Bora! Schon allein wegen dem Namen dieser paradiesischen Insel im Südpazifik für sun, fun and nothing to do! Werde wohl niemals dort ankommen, aber erfüllte Träume sind ja auch keine mehr! Als Reiseleiterin und Journalistin habe ich einige Länder bereist, von Holland bis Indonesien oder Australien. Wer ohne Vorurteile und mit viel Neugierde reist und sich auch Zeit für Musse einplant erlebt oftmals abenteuerliches und grenzwertiges, bringt aber immer unvergessliche Erinnerungen nach Hause. Nicht nur im übergewichtigen Reisekoffer sondern fürs Leben.

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