Golf Caddie – ein Anfängerbericht

So wird man Golf Caddie

„Auch Ihr spielt Golf? Sagt mal, wie alt seid Ihr denn!“, war meine amüsierte Bemerkung, als sich schon wieder ein befreundetes Paar als passionierte Golfer outete und der Ehemann (wer sonst!) mir umgehend und stolz sein erspieltes Handicap offenbarte.

Eine für mich übrigens abwegige Bezeichnung der Spielstärke eines Golfers, dass je tiefer dieses in Zahlen, desto besser der Golfspieler ist. Aber ich hatte ja auch absolut keinerlei Golfspiel-Erfahrung, geschweige die dazu benötigte Platzreife.

Dennoch fand ich das – mit gut bestückten Schlägertaschen – stundenlange Herumlaufen oder Fortbewegen in lautlosen Golf-Carts über riesige, akkurat gepflegte Rasenflächen etwas für Langweiler mit Zeit und Musse, vor Sonnenuntergang in möglichst wenig Schlägen einen kleinen Golfball in neun oder 18 Löcher zu versenken, auch wenn diese fantasievoll verteilt in einer landschaftlich reizvollen, mit Hindernissen verzierten Golfanlage verteilt waren, die es auf geschätzten acht Kilometern zu durchwandern galt.

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anita blog

Herzlichen Dank liebes befreundetes und nachsichtiges Paar, dass Ihr mich als Gast-Caddie an jenem herrlichen, sonnig warmen Sonntag im Frühling in Euren Golfclub mitgenommen habt! Auch wenn ich danach nicht gleich in den nächsten Golfshop gefahren und mich mit den Basics für einen Golfsport-Neuling eingedeckt habe, so habe ich doch meine Vorurteile allesamt revidiert!

Als der Natur und der frischen Luft sehr verbundener Stadtmensch durfte ich mit Euch einen wunderbaren, sogar körperlich überraschend herausfordernden Tag verbringen, an den ich mich sehr gerne erinnere. Es wurde wenig geredet, und wenn doch, dann nicht lauter als die Vögel in den Bäumen zwitscherten. Wie erholsam. Ich habe für Euch, wenn‘s mal passierte, mit Freude Golfbälle aus dem Teich gefischt oder im Raff (das ist der naturblassene Bereich um das Fairway) nach ihnen gesucht und dabei oft noch andere gefunden.

Und obwohl ich abwechslungsweise Eure Schlägertaschen zwar nur gefahren, also nicht einmal mit eigener Körperkraft tragen musste, kam das am Nachmittag vom Ranger angebotene Sightseeing der Golfplatzanlage im Golfmobil meiner sinkenden (Joga-)Kondition sehr entgegen.

Sollte ich auch anfangen Golf zu spielen? Ich habe es nicht getan. Verstehe seither aber meine Freunde gut, wenn sie zwischen April und Oktober an den Wochenenden unerreichbar sind. Es sei denn, ich fahre hin und biete mich wieder an: als Caddy mit Erfahrung!

Übrigens gibts bei Interhome in ganz Europa unzählige Ferienunterkünfte in Golfplatznähe

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Anita Baechli

Über Anita Baechli

Wenn’s um meine ganz private Traumdestination geht, dann ist dies Bora Bora! Schon allein wegen dem Namen dieser paradiesischen Insel im Südpazifik für sun, fun and nothing to do! Werde wohl niemals dort ankommen, aber erfüllte Träume sind ja auch keine mehr! Als Reiseleiterin und Journalistin habe ich einige Länder bereist, von Holland bis Indonesien oder Australien. Wer ohne Vorurteile und mit viel Neugierde reist und sich auch Zeit für Musse einplant erlebt oftmals abenteuerliches und grenzwertiges, bringt aber immer unvergessliche Erinnerungen nach Hause. Nicht nur im übergewichtigen Reisekoffer sondern fürs Leben.
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2 Comments

  1. Hallo,
    Caddie vs. Caddy (was ist richtig?), Basics, Fairway, Sightseeing, Ranger… ((
    Geht’s auch Deutsch?

    • Guten Tag
      Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Der Golfsport hat seine eigenen Fachausdrücke, und die Mehrzahl ist auf Englisch. Beim Wort Gast-Caddie habe ich nicht wie sonst im Text die amerikanische Version (Caddy) benutzt. Hat Sie möglicherweise verwirrt. Sorry, mein Fehler!
      Liebe Grüsse
      Anita

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